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Zu den hervorragenden Baudenkmälern des Naturparks Westensee gehören die Herrenhäuser von Emkendorf, Deutsch Nienhof und Schierensee.
Emkendorf
Emkendorf, um 1795 von dem Baumeister C. G. Horn für das Ehepaar Fritz und Julia Reventlow umgebaut, war um die Wende des 18. Jahrhunderts eine der bedeutendsten Kulturstätten Norddeutschlands. Vor allem die kunstverständige Hausherrin war es, die eine ganze Anzahl führender Persönlichkeiten, Männer wie Frauen, um sich sammelte, von Klopstock und Lavater über Matthias Claudius und die Gebrüder Stolberg hin zu vielen heute kaum noch bekannten Persönlichkeiten. So hat Emkendorf zwei bis drei Jahrzehnte lang maßgeblichen Einfluß auf die politischen und kulturellen Strömungen in Norddeutschland und vor allem im dänischen Gesamtstaat ausgeübt. Heute ist das zweigeschössige Herrenhaus mit seinem hohen Mansardendach und den beiden etwas niedrigeren, langgestreckten Seitenflügeln immer noch einer der schönsten frühklassizistischen Profanbauten des Landes. Es wird von seinem jetzigen Besitzer seit Jahren besonders fleißig und liebevoll renoviert. Während des Sommers findet hier das Schleswig-Holstein-Musikfestival statt. Besichtigung für Gruppen ab 20 Personen nach telefonischer Anmeldung möglich.
Herrenhausverwaltung
Gutshof 3
D-24802 Emkendorf
Schleswig-Holstein
Tel.: 04330 / 994690
Fax: 04330 / 994691
Deutsch Nienhof
Das Herrenhaus von Deutsch Nienhof, ein zweigeschossiger Dreiflügelbau, stammt aus dem Ende des 17. Jahrhundert. Sein bedeutendster Besitzer war Paul v. Hedemann-Heespen, ein hervorragender, weithin bekannter Historiker und leidenschaftlicher Vorkämpfer für Heimat und Volkstum, der in den Jahren nach dem 1. Weltkrieg in einem umfangreichen Schrifttum für eine weitgehende geistige Unabhängigkeit Schleswig-Holsteins von Preußen eintrat.
Schierensee
Gut Schierensee ist das jüngste Gut der drei Schlösser im Naturpark Westensee. In Schierensee lebte jahrelang eine große Persönlichkeit, Caspar v. Saldern, der von 1761 an Berater und engster Vertraute des Zaren Peter III. und nach dessen Ermordung auch der seiner Gattin und Nachfolgerin auf dem russischen Thron, Katharina II. war. Saldern konnte durch seine klugen Maßnahmen mehrfach entscheidend in die damalige große Politik eingreifen, die Folgen sind z. T. bis in die Gegenwart zu spüren. Als Alterssitz baute er sich, immer noch der Günstling der Zarin, in den Jahren 1776 und 1782 das prächtige Herrenhaus (J.A.Richter) und den architektonisch schönen Gutshof von Schierensee. Es ist wohl selten, dass die gesamte Inneneinrichtung eines Herrenhauses noch von der Bauzeit her so gut erhalten geblieben ist wie gerade in Schierensee. Der Großindustrielle und Europas größter Brillenhersteller Prof. Dr. Günther Fielmann hat das Gut 1998 vom Zeitschriftenverleger Axel Springer gekauft, um es als einmaliges Kulturdenkmal zu erhalten. Die gemeinnützige Günther Fielmann–Stiftung sorgt durch Ihre Erträge für den Erhalt des Gutes. Schierensee ist ein Gutshof mit landwirtschaftlichem Betrieb. Hier werden Holsteiner-Warmblut-Pferde, Limousin-Rinder und Kärntner Brillenschafe gezüchtet. Es wird Getreide angebaut und Forstwirtschaft betrieben. Gut Schierensee betreibt ökologischen Landbau, wirtschaftet ohne Pestizide und treibenden Dünger. Gut Schierensee ist Bioland-Mitglied. Das Herrenhaus kann nach Anmeldung bei der Gutsverwaltung besichtigt werden.
Kontakt:
Herrenhausverwaltung
24241 Gut Schierensee
Telefon: 04347-71210
E-Mail:info@gutschierensee.de |
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